Felix Plötz - Das 4 Stunden StartUp

Felix Plötz – Das 4 Stunden StartUp

Wie gründe ich ein StartUp neben meinem Beruf? Ist das überhaupt möglich? Mit welchen Ideen lässt sich ein StartUp verwirklichen?

Wer wie ich, im ersten Moment dachte, es handelt sich hier um ein weiteres Buch der 4-Stunden Reihe von Tim Ferris, liegt leider Falsch. Wer jetzt enttäuscht ist, sollte nicht zu früh das Buch ins Korn legen, es lohnt sich das Buch zu lesen.

Erfolgsgeschichten die einen inspirieren

Man wäre überrascht, wenn man wüsste, wie einige StartUps mal begonnen haben. Eine dieser Geschichten, über die Plötz in seinem Buch schreibt, ist das sehr beeindruckende deutsche Beispiel der Gründung von ,,Dein Bus“. Bei ,,Dein Bus“, handelt es sich um drei Jungs, die versuchen den deutschen Fernverkehr über Busse abzuwickeln, heutzutage bekannt als Fernbusse. Geschichtsträchtig ist in diesem Zusammenhang, der Prozess gegen die Deutsche Bahn, den die drei gewonnen, und so, deren Quasimonopol, zerschlagen haben. Nach diesem Urteil treten Mitbewerber im Markt auf, unter anderem der heute sehr bekannte Anbieter Flixbus, und machen es den drei Jungs schwer, die mittlerweile auch eigene Mitarbeiter haben, am Markt bestehen zu bleiben. Der ganze spannende Beitrag, lässt sich in Plötzs Buch nachlesen.

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Kann das überhaupt funktionieren?

Ja das kann es. Wer nicht daran glaubt, sollte sich durch die vielen Beispiele Plötzs vom Gegenteil überzeugen lassen. Auch worum es sich handelt, spielt keine Rolle. Ob es selbst gestrickte Schals oder Papphäuser sind, es sind der StartUp-Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wer sich mit seiner Idee wohlfühlt und erfolgreich ist, kann aus seinem Nebenbei-4-Stunden-Projekt sein eigenes Unternehmen gründen. Die Erfolgsgeschichten, sind allesamt inspirierend und motivierend, auch wenn jedem klar sein sollte, dass es neben den Geschichten mit glücklichem Ausgang, auch viele nicht erzählte Geschichten gibt, deren Neugründer gescheitert sind.

Wie du anfängst und ein Gründer wirst!

Finde ein relevantes Problem, eine noch unbesetzte Nische wie es so oft heißt, mache dir Gedanken darüber, wie du den Menschen zu einer Lösung dessen verhelfen kannst, und fang an. So ließen sich in Kurzform die ersten Schritte zur Gründung eines StartUps beschreiben. Darüber hinaus musst du dir aber auch Gedanken darüber machen, wie du deinen Kunden erreichst und noch viel wichtiger ist: Wer ist überhaupt dein Kunde? Es bedeutet auch strukturiert vorzugehen. Du musst keinen kompletten Businessplan mit den geplanten Umsätzen der kommenden fünf Jahre entwerfen, du solltest aber wissen wo du startest und wo du hingehen willst.

Günter Faltin hat es in seinem Buch ,,Wir sind das Kapital“ so beschrieben, dass es nicht darum geht, das Rad neu zu erfinden, sondern darum, manche Dinge einfach anders zu machen. Wer sich seine Meinung zu diesem Thema ansieht wird feststellen, dass er die Nische nicht so versteht, wie viele andere. Er geht nicht von noch nicht erfundenen Produkten aus, die den Markt revolutionieren, sondern davon, alte Strukturen neu zu durchdenken.

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Nutze die richtigen Tools – Das vierte Kapitel

Ich war überrascht und begeistert, als ich zum vierten Kapitel des Buches kam ,,Die Toolbox‘‘. In diesem Kapitel, findet sich eine Fülle an konkreten Webseiten und Programmen, die bei der Gründung eines Unternehmens von Nutzen sein können. Von der Namensfindung und Visitenkarten, bis hin zum Design des Logos oder eigenen Homepage, gibt es hier für alles eine Lösung, einige von ihnen sogar auch kostenfrei. Viele von den Dingen, die in diesem Kapitel beschrieben werden, braucht man nicht, bis man das erste mal liest, dass es sie gibt. Es ist ideal, um sich inspirieren zu lassen, mit welchen Werkzeugen es sich alles arbeiten lässt, um seine Idee zu verwirklichen.

Plötz vergisst auch die rechtliche und steuerrechtliche Seite nicht und erklärt zumindest in Grundzügen, worauf zu achten ist.

4 Stunden pro Woche – die hat man doch, oder?

Dieses Buch bietet mehr als bloße Inspirationen und Ideen ein StartUp zu gründen, vielmehr sind es ganz konkrete Pläne und Schrittfolgen mit Dingen, die zu beachten sind. Außerdem beschreibt Plötz Werkzeuge, die es auf kurz oder lang einfach braucht, wenn das Ganze einen professionellen Charakter bekommen soll. Ob wirklich nur vier Stunden pro Woche ausreichen um etwas neben seiner normalen Tätigkeit zu verwirklichen, bezweifle ich, zumindest dann, wenn es groß wird oder werden soll, benötigt man mehr Stunden. Die Anfänge sollten sich in dieser Zeit aber verwirklichen lassen. Um eine gedankliche Grundbasis zu schaffen ist dieses Buch ideal, es vermittelt sozusagen das Global Picture der StartUp-Gründung.

Meine 3 Learnings

1) Fang an! Warte nicht ewig, sondern hab den Mut mit deiner Idee aus deiner eigenen Komfortzone zu treten und sie öffentlich zu machen. Lass die Welt wissen, was du zu bieten hast.

2) Wenn du etwas verwirklichen willst, dann beschäftige dich mit dem Thema und lies einfach mal ein Buch dazu, höre dir Vorträge an oder unterhalte dich mit Menschen, die Erfahrungen in dem haben, was dich interessiert. Zum Beispiel, kommt man auf die Fülle an Programmen und Hilfsmitteln, wie sie in dem beschriebenen Kapitel ,,Die Toolbox‘‘ vorkommen, alleine nur nach sehr langer Zeit (wenn überhaupt).

3) Wenn du etwas verwirklichen willst, von dem andere profitieren können, dann wirst du auf kurz oder lang Feedback aus dieser Gruppe brauchen. Also frag die Personen aus deiner Zielgruppe auch, was sie von deiner Idee oder deinem Produkt halten. So hast du außerdem die Möglichkeit, frühzeitig Verbesserungen vorzunehmen.

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Infos zum Buch

Econ Verlag
ISBN 978-3-430-20202-2
Seiten: 256
Qelle meines Texts: ,,Das 4-Stunden-StartUp“ von Felix Plötz

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