Wie kann ich den Umgang mit meinen Mitmenschen verbessern? Wie begegne ich Menschen mit Respekt? Wie gewinne ich mehr Einfluss um mich herum?

Daniel Carnegie - Wie man Freunde gewinnt

Daniel Carnegie – Wie man Freunde gewinnt

Dale Carnegie lässt dich Freunde finden

Dale Carnegie bringt dir bei wie du Freunde findest, oder zumindest wie du den Umgang mit deinen Mitmenschen verbessern kannst. Dieses Buch ist eines der ersten Bücher gewesen, das ich zum Thema Persönlichkeitsentwicklung gelesen habe. Ich war total begeistert und habe es auch gleich darauf einem Freund zum Geburtstag geschenkt. Mittlerweile wurde es schon mehrfach von mir durchgelesen und ich entdecke immer wieder etwas Neues. Zu empfehlen ist auch die Hörbuchversion. Für Interessierte gibt es diese bei Spotify (bestimmt auch bei anderen Streaminghostern).

Wenn es eine Sache gibt, mit der jeder Mensch täglich umgehen muss, dann ist es die soziale Interaktion mit anderen Menschen. Da man ihnen nicht aus dem Weg gehen kann, kann man auch gleich lernen mit ihnen umzugehen. Dale Carnegie gibt dem Leser unglaublich inspirierende Geschichten und Anekdoten mit auf den Weg, die er im Laufe seiner Zeit als Dozent und Trainer sammeln durfte. Mit dabei sind auch Geschichten seiner Kursteilnehmer. Geschichten die jeder von uns so oder so ähnlich schon einmal erlebt hat. Wenn wir wütend auf jemanden sind und unserem Ärger Luft machen wollen. Wir einem Menschen zum ersten mal begegnen und einen guten Eindruck hinterlassen möchten. Aber auch wenn wir einen Streit oder eine Diskussion mit jemandem haben und diese bestmöglich friedlich beenden möchten, so dass auf beiden Seiten ein positives Ergebnis herauskommt.

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Der Beamte am Postschalter

In einer seiner Geschichten erzählt er, wie er an einem Postschalter gestanden hat und den Postbeamten beobachtete. Dieser schien sehr gelangweilt zu sein, von seiner monotonen Arbeit und Carnegie überlegte, wie er diesem Mann etwas aufrichtig positives sagen könne. Ihm fiel nach ein wenig Zeit das Haar des Beamten auf. Er sagte ihm, wie schön er es fände und das er auch gerne solches Haar hätte. Der Mann war verwundert und beschwichtigte, dass es auch nicht mehr das sei, was es einmal war. Darüber kamen die beiden in ein Gespräch und haben ein paar Worte miteinander gewechselt. Dieser Beamte wird wohl mit einem lächeln durch den Tag gegangen sein und hatte vielleicht auch beim Abendessen mit seiner Frau etwas zu berichten.

Carnegie ist nach dem erzählen dieser Geschichte einmal von einem Zuhörer gefragt worden, was er denn von dem Mann wollte. Dazu schreibt er: ,,Was ich von ihm wollte? Du lieber Himmel! Wenn jemand so grenzenlos selbstsüchtig ist, daß er nicht einmal ein bißchen Glück verschenken, ein bißchen aufrichtige Anerkennung spenden kann, ohne vom andern gleich etwas dafür zu erwarten, dann geschieht ihm ganz recht, wenn er nicht weiterkommt“ (S. 134).

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Dieses Buch sollte man verschenken (und hoffen es wird gelesen)

Es ist eines der Bücher, die einem die Augen dafür öffnen, wie man in Situationen hätte reagieren können, über die man noch Tage im Anschluss grübelt. Nach einem Streit, der eigentlich unwichtig gewesen ist, oder einer Diskussion, die im Vorfeld schon überflüssig war. Dieses Buch wirkt aber auch positiv. Es zeigt auf, wie man sich beliebter macht ohne dabei anbiedernd zu sein oder dem gegenüber ein gutes Gefühl vermittelt, damit dieser sich in einem Gespräch wohl fühlt.

Man sollte dieses Buch all denen schenken, von denen man denkt, dass sie ein bisschen Schulung im Umgang mit Menschen gebrauchen könnten. Dem aufmerksamen Leser wird jedoch auffallen, dass man, und hält man sich noch so sehr für einen Kommunikationsexperten, immer wieder etwas dazulernen kann. Dieses Buch ist für jeden etwas, der an sich selbst und dem Verhältnis zu seinen Mitmenschen arbeiten will. Es zeigt alternative Reaktionen auf, für viele Situationen des Alltags. Während man früher eventuell eher hilflos agiert hat, lernt man jetzt alternative Lösungen kennen.

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Meine Top 3 Learnings

1) Geh jedem Streit aus dem Weg! Wenn zwei sich streiten verlieren immer beide und einen Gewinner wird es nicht geben. Die Prämisse dafür, wenn man sich doch streitet: Gib dem Gegenüber immer die Möglichkeit, dass man wieder zueinander findet, ohne das dabei jemand seine würde verliert. Wer dem anderen auch noch nachträglich vorhält, wo die Fehler lagen, verbaut sich das Verhältnis zueinander.

2) Menschen möchten niemals das Gefühl bekommen, übervorteilt worden zu sein! Wenn du etwas von jemandem erwartest, dann solltest du denjenigen auch danach fragen, was er von dir erwartet. Schließe einen moralischen Pakt mit ihm, der solange gilt, wie beide Parteien sich daran halten. Es gibt nur einen Weg, einen Menschen dazu zu bringen, etwas bestimmtes zu tun. Indem er es selbst will.

3) Schenke den Menschen in deiner Welt ein Lächeln und Glück wird dir widerfahren. Dale Carnegie beschreibt dazu die Übung, eine Woche lang jede Stunde am Tag nur einmal jemanden anzulächeln. 

Infos zum Buch

Fischer Verlag
ISBN: 978-3-596-19053-9
Seiten: 301
Quelle meines Texts: ,,Wie man Freunde gewinnt“ von Dale Carnegie

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